Tipps - britische Inseln



Anreise und Papiere

Für Reisende aus EU-Mitgliedsstaaten ist bei einem Aufenthalt von maximal 3 Monaten ein gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich. Für Nicht-EU-Bürger bitte bei der jeweiligen Botschaft nachfragen.

Anreise mit dem Flugzeug:
London Heathrow Airport und Dublin International Airport sind die wichtigsten Zielflughäfen vom europäischen Festland aus. Weitere Flughäfen sind mit Umsteigen in London oder Dublin zu erreichen. Einige Charterfluganbieter fliegen in der Saison auch einige kleinere Flughäfen direkt an. Weitere Informationen dazu bekommen Sie direkt bei den Reiseveranstaltern.

Anreise mit dem Auto oder Bus:
Nach Großbritannien: Die wichtigsten Häfen auf dem Festland sind Calais (Fahrzeugverladung auf die Bahn durch den Channel Tunnel), Cherbourg, Dieppe, Dunkerque, Hamburg, Le Havre oder Oostende. Die Zielhäfen in Großbritannien sind Brighton, Dover, Folkestone, Harwich, Plymouth, Poole, Portsmouth oder Ramsgate.
Nach Irland: Direkt vom Festland aus über Cherbourg oder Roscoff oder über die britischen Häfen Fishguard, Holyhead, Liverpool, Pembroke oder Swansea. Fährhäfen in Irland gibt es in Belfast, Cork, Dublin (Dun Laoghaire) und Rosslare.
Hinweis: Einige Fährverbindungen bestehen nur in den Sommermonaten - Informationen und Buchungen bitte über Reiseveranstalter vornehmen.

Anreise mit der Bahn:
Über die meisten Fährhäfen oder den Channel Tunnel kommt man per Bahn via London in das jeweilige Zielgebiet. Auch nach Irland bestehen über die verschiedenen Fährhäfen Bahnverbindungen via Dublin in die jeweiligen Regionen.


Zeitunterschied zur MEZ

Auf den britischen Inseln gilt die Greenwich Mean Time (GMT) = Mitteleuropäische Zeit (MEZ) minus 1 Stunde. Für die Sommerzeit werden zum gleichen Zeitpunkt wie bei uns die Uhren um 1 Stunde vorgestellt.


Geld, Post, Telefon

Währung:
In der Republik Irland ist der Euro (€) offizielles Zahlungsmittel. In Großbritannien und Nordirland wird noch bis mindestens 2003 mit britischen Pfund (£) gezahlt. Teilweise kann bereits jetzt (inoffiziell) in einigen großen britischen Kaufhäusern und Handelsketten auch mit Euro bezahlt werden!
1 £ (= 100 Pence) entspricht ca. 0,65 € (Stand Juli 2001).

Traveller Checks kann man bei den Banken und in vielen Hotels eintauschen; gängige Kreditkarten werden in den meisten größeren Geschäften und Hotels akzeptiert; EC-Karten funktionieren am (EC-)Automaten der meisten Banken; das Post-Sparbuch kann bei der Post zur Abhebung verwendet werden.

Trinkgeld:
Bedienungsgeld (10%) wird in besseren Bars und Restaurants meist extra auf die Rechnung gesetzt (auf der Speisekarte steht dann "service charge not included"). Der Ober bekommt in diesen Fällen nur zusätzliches Trinkgeld, wenn man besonders zufrieden war.
In allen anderen Restaurants legt man das Geld in die Rechnung, lässt sich das Wechselgeld bringen und lässt das Trinkgeld (Höhe wie bei uns) dezent am Tisch liegen.
Im Pub gibt man in der Regel keine Trinkgelder.
Zimmermädchen, Hotelpagen usw. bekommen auch die bei uns üblichen Trinkgelder.

Gebühren für Postkarten:
Irland: 0,41 € (0,32 IRP)
Großbritannien und Nordirland: (0,37 £)
Briefmarken sind meistens in den Läden erhältlich, die Postkarten verkaufen oder in Zeitschriftenläden.
Briefkästen in der Republik Irland sind grün, Aufschrift "An Post". In Großbritannien und Nordirland sind die Briefkästen rot.

Telefon:
Vorwahlen von Irland oder Großbritannien nach:
D: 0049 + Ortsnetzkennzahl ohne 0 + Teilnehmernummer
A: 0043 + Ortsnetzkennzahl ohne 0 + Teilnehmernummer
CH: 0041 + Ortsnetzkennzahl ohne 0 + Teilnehmernummer
Vorwahl nach Irland von D, A, CH: 00353 + Ortsnetzkennzahl ohne 0 + Teilnehmernummer
Vorwahl nach Großbritannien und Nordirland von D, A, CH: 0044 + Ortsnetzkennzahl ohne 0 + Teilnehmernummer


Fremdenverkehrszentren

Britische Zentrale für Fremdenverkehr -British Tourist Authority (BTA):
BTA Deutschland: Westendstraße 16-22, 60325 Frankfurt/Main, Tel 01801/46 86 42 (zum Ortstarif), Fax 069/97 11 24 44
BTA Österreich: Britain Visitor Centre, c/o British Council, Schenkenstraße 4, A-1010 Wien, Tel 0800/007 007 007 (gebührenfrei), Fax 01/533 26 16 85
BTA Schweiz: Badenerstr. 21, CH-8004 Zürich, Tel 08447007 007 (Lokaltarif), Fax 043/322 2001

Irische Fremdenverkehrszentrale - Board Failte (IFZ):
Untermainanlage 7, 60329 Frankfurt/Main, Tel 069/66 80 09 50, Fax 069/92 31 85 88

CIE (Córas Iompair Éireann) Tours International:
Touristikunternehmen der staatl. Irischen Transportgesellschaft; bietet auch Reisen nach Schottland, Wales und auf die Kanalinseln an)
Worringer Straße 5, 40211 Düsseldorf, Tel 0211/173260, Fax 0211/324426


Unterkünfte

Hotels:
1 bis 5 Sterne - Hotelführer sind bei den jeweiligen Tourist Boards zu bekommen

Guest Houses:
Pensionen; meist Familienbetriebe mit freundlichem Service; 1 bis 4 Sterne

Bed&Breakfast:
"Bett und Frühstück". Vom Bauernhof bis zum Herrensitz ist alles möglich. Hinweisschilder an den Straßen beachten. Manchmal steht dort auch schon der Preis (immer für das Zimmer, nicht pro Person) mit dabei. B&B kann man auch bei den Tourist Information Centres buchen, meist werden dann 5 oder 10% des Übernachtungspreises als "booking fee" an die Tourist Information gezahlt und nur der Rest im B&B.

Jugendherbergen (Youth Hostels):
Generelle Informationen über Jugendherbergen des Internationalen Jugendherbergsverbands bekommt man über:
Deutsches Jugendherbergswerk: Bad Meinberger Straße 1, 32760 Detmold, 0 52 31/99 36-0, Fax 0 52 31/99 36-66.
Schweizer Jugendherbergen: Schaffhauserstraße 14, PO Box 161, CH-8042 Zürich, 01/3 60 14 14, Fax 01/3 60 14 60
Österreichischer Jugendherbergsverband: Schottenring 28, A-1010 Wien, Tel 01/5 33 53 53, Fax 01/5 35 08 61
Beim jeweiligen Jugendherbergsverband sollte man auch vor der Reise einen Internationalen Jugendherbergsausweis beantragen, der einen berechtigt, in einer Jugendherberge zu übernachten.
Über folgende Jugendherbergsorganisationen im jeweiligen Land bekommt man genaue Informationen über die einzelnen Jugendherbergen und kann im voraus buchen:
Großbritannien: Youth Hostels Association (YHA), Trevelyan House, Dimple Road, Matlock, Derbyshire DE4 3YH
Buchungen: Tel 0 16 29/58 14 18, Fax 0 16 29/58 14 20
Informationen: Tel 08 70/8 70 88 08, Fax 0 17 27/84 41 26
Irland: Irish Youth Hostel Association (An Óige), 61 Mountjoy Street, Dublin 7, Tel 01/8 30 45 55, Fax 01/8 30 58 08
Nordirland: Belfast International Youth Hostel, 22 Donegall Road, Belfast BT12 5JN, Tel: 0 28 90/31 54 35, Fax 0 28 90/43 96 99
Ohne Internationalen Jugendherbergsausweis kann man in Häusern der Independent Holiday Hostels of Ireland, 57 Lower Gardiner Street, Dublin1, Tel 01/8 36 47 00, Fax 01/8 36 47 10, übernachten.

Farmhouse Accomodation:
Ferien auf dem Bauernhof. Broschüren gibt es bei den Tourist Boards.

Thatched Cottages:
Urtümliche, reetgedeckte Häuschen. Kann man v.a. im Westen von Irland mieten; Infos über die Fremdenverkehrsämter.

Camping:
Es gibt viele Campingplätze in Großbritannien und Irland (Listen bei den Tourist Boards erhältlich). Wildes Campen ist nicht erlaubt, aber wenn man vorher frägt, kann man bei dem einen oder anderen Farmer auf dem Feld sein Zelt aufbauen.


Tipps für den Alltag

Stromspannung:
220 Volt; ein Adapter (adaptor) für 3-polige Steckdosen sollte mitgenommen werden.

Toiletten:
Public Toilets sind meist kostenlos und fast in jedem noch so kleinen Ort zu finden.
In Gaelisch sprechenden Gebieten Irlands steht auf den Toilettentüren "Fir" (für Herren) oder "Mná" (für Damen), in Wales entsprechend "Dynion" und "Merched".

Behinderte:
Auf "Disabled Persons" ist man auf den britischen Inseln meist relativ gut eingestellt. Viele öffentliche Gebäude, Sehenswürdigkeiten oder Verkehrsmittel sind mit Rampen für Rollstuhlfahrer ausgestattet.

Kleidung:
Wegen des oft schnell wechselnden Wetters sollten Regenkleidung, eine wärmere Jacke und Pullover, festes Schuhwerk und ein Schirm unbedingt mit ins Reisegepäck. Ansonsten darf die Kleidung eher lässig-sportlich sein.


Essen und Trinken

Die Essensgewohnheiten der Iren, Engländer und Waliser sind weitestgehend ähnlich. Doch so schlecht wie ihr Ruf ist die Küche der britischen Inseln nicht - gute landestypische Restaurants gibt es meist an jedem größeren Ort. Empfehlenswert sind auch die vielen indischen oder chinesischen Restaurants.

Frühstück:
Ein "full breakfast" beginnt mit cereals (z.B. Cornflakes oder Porridge mit Milch). Darauf folgt ein warmes Essen aus bacon, eggs, sausages und eventuell gebratenen Tomaten oder Pilzen. Dazu gibt's Orangensaft, Toast, marmelade (Orangenmarmelade), Tee oder Kaffee.

Pub food ("pub grub"):
In den meisten Pubs kann man mittags oder abends kleinere Gerichte wie Fleischpasteten (shepherd's pie, chicken & mushroom pie usw.), fish & chips oder Sandwiches bekommen.
Pubs sind in der Regel von ca.10:30 bis 23:30 Uhr, am Sonntag von 12:30 bis 23:00 Uhr geöffnet.

Restaurants:
Die Restaurants (restaurants, inns) bieten oft landestypische Küche, gemischt mit kontinentalen Einflüssen. Fisch und Muscheln sind auf den britischen Inseln durch die Nähe zum Meer sehr zu empfehlen und (fast) immer frisch. Beliebteste Beilagen sind mit Abstand Erbsen, Rosenkohl und Chips (Pommes frites)!
Als Nachspeise werden oft Obstpies (apple pie), pappsüße Kuchen (chocolate cake, lemon meringue) oder trifle serviert.

Englische Spezialitäten:
Klassische Hauptgerichte sind Roastbeef mit Yorkshire-Pudding, Lamm mit Minzsauce, Steak & Kidney-Pie und Fish & Chips (schmeckt am besten in Zeitungspapier gewickelt, mit Essig beträufelt und aus der Hand gegessen!).
Verschiedene Käsesorten wie Stilton oder Cheddar sind sehr beliebt.
Als Getränk gibt es neben den verschiedenen Biersorten auch Cider (ähnlich dem französischen Cidre). Achtung Autofahrer: Cider hat oft einen ähnlichen Alkoholgehalt wie die gleiche Menge Bier!

Spezialitäten aus Cornwall und Devon:
Mit Cornish Pastry und Devon Pork Pie wird Deftiges geboten. Außerdem ist der "Devon Cream Tea" ein kleiner Leckerbissen am Nachmittag: warme Scones mit "clotted cream" (dicke Sahne) und Erdbeermarmelade bestrichen. Dazu gibt es Tee.

Irische Spezialitäten:
Zum Frühstück ersetzt in Irland der "black pudding" (gebratene Blutwurst mit Graupen) oft die Würstchen, und das Irish Soda Bread (Brot aus Vollkornmehl, Natron und Buttermilch, sehr oft selbstgebacken) gibt es zusätzlich zum Toast.
Die irischen Eintopfgerichte bestehen oft aus den einheimischen Fleisch- und Gemüsesorten, wie man an Graupensuppe, "Irish Stew" oder "Dublin Coddle" sehen kann.
Typisch irische Getränke sind Guinness-Bier, Irish Coffee oder Whiskey.

Walisische Spezialitäten:
Beliebt sind Gerichte mit Lamm oder die "Cawl", eine dicke Suppe mit Gemüsen und Hammelfleisch.
Der "Ploughman's Lunch" (ein Brotzeitteller mit Brot, Schinken, Käse, Essiggurken, Perlzwiebeln und einem Apfel) oder "Welsh Rarebit" sind gut als Zwischenmahlzeit geeignet.
"Bara Lawr" (Laver Bread, ein Brot mit Seetang und Hafermehl) oder Bara Brith (Korinthenbrot) sind nur einige weitere bekannte walisische Spezialitäten.


Sprache und Kultur

Wenn man auf den Inseln nichts mehr versteht und die Straßenschilder zweisprachig werden, dann befindet man sich vermutlich in einem der Gebiete, in denen noch die alten, keltischstämmigen Sprachen gesprochen werden.

In Wales ist das in der Gegend um Cardigan (Dyfed) an der Westküste und in Gwynned (Nordwestwales) der Fall. "Yr hen iaith", die "alte Sprache", ist auch offizielle Zweitsprache des Landes. Sie wird auch auf dem "Royal National Eisteddfod" gesprochen, der großen jährlich abgehaltenen Versammlung der Barden, das jedes Jahr an einem anderen Ort in Wales stattfindet.

Die gaelischsprechenden Gebiete in Irland, die Gaeltacht, verteilt sich über sieben Grafschaften im Westen des Landes, vor allem in Connemara, auf den Aran Islands und auf der Dingle-Halbinsel. Viele der irischen Lieder und Balladen werden in Gaelisch gesungen. Wenn Sie die traditionsbewusste Kultur der Iren verstehen wollen, besuchen Sie unbedingt ein irisches Muikfestival oder einen "Singing Pub"!

Auch in Cornwall wird vereinzelt Cornish gesprochen, doch nur wenige Einwohner beherrschen ihre Sprache noch fließend. Die Ortsnamen, die mit Tre-, Pol- oder Pen- beginnen, sind meist cornischen Ursprungs.


Verhaltensregeln

Baden im Meer:
Vor allem an der walisischen und irischen Atlantikküste ist mit zum Teil starken Strömungen zu rechnen! Unbedingt auf Warnhinweise achten!

Wandern und Bergsteigen:
Man sollte nicht ohne entsprechende Ausrüstung (festes Schuhwerk und regenfeste Kleidung) oder ohne geeignetes Kartenmaterial loswandern.

Autofahren:
Auf einsamen Straßen sollte man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass man sich links halten muss, wenn Gegenverkehr naht! Auch auf der Straße stehende Schaf- oder Kuhherden sind nichts Ungewöhnliches.
Beim eigenen Fahrzeug müssen die Scheinwerfer mit Klebestreifen abgeklebt werden, damit man nachts den Gegenverkehr nicht blendet (bei Tankstellen gibt's entsprechende Sets). Ein rechter Außenspiegel ist Vorschrift.

Haustiere:
Die illegale Einfuhr von Haustieren ist verboten. Aus Angst vor der Tollwut ist man in der Auslegung der strengen Quarantäne-Regelung eisern!


Fortbewegung im Land

Tankstellen:
sind in ländlichen Gegenden oft sonntags geschlossen

  • Super Plus Unleaded = Super Plus Bleifrei (98 Oktan)
  • Super Leaded = Super verbleit (97 Oktan)
  • Unleaded = Benzin bleifrei (95 Oktan)

Verkehr:

  • Linksverkehr gilt auf den gesamten britischen Inseln.
  • Im Kreisverkehr hat der von rechts kommende (= derjenige, der sich im Kreis befindet) Vorfahrt.
  • Parken am Straßenrand: Doppelte gelbe Linie = Park- und Halteverbot; einfache gelbe Linie = Parkverbot
  • Auf Parkplätzen sind sogenannte "sleeping policemen" - Rampen, die einen zum langsam fahren zwingen. Achtung auf die Ölwanne des Autos!
  • Es besteht generell Gurtpflicht.
  • Die Alkoholgrenze liegt auf den gesamten britischen Inseln bei 0,8 Promille. Promilleverstöße sind meist sehr teuer - man kann sogar ein komplettes Fahrverbot für die Insel bekommen.
  • Geschwindigkeit: innerorts 30 mph (ca. 48 km/h), außerorts 60 mph (ca. 96 km/h), Autobahn 70 mph (ca. 112 km/h); Geschwindigkeitsverstöße sind ebenfalls teuer!

Verkehrsschilder:
Entfernungen auf alten Schildern sind oft in Meilen angegeben - bei Kilometerangaben steht immer die Bezeichnung km dabei.

Autokarten:
Die Karten von Bartholomews sind sehr detailliert und verzeichnen auch jede noch so kleine Landstraße.

Verkehrsmittel:
Busse:
Überlandbusverbindungen von Dublin, Belfast bzw. London aus gibt es zu den meisten größeren Städten. In Irland sind die Fahrpläne des staatlichen Busunternehmens Bus Éireann bei den Tourist Centres oder großen Busbahnhöfen zu bekommen. Ähnlich funktionieren auch Ulsterbus in Nordirland und National Express in Großbritannien. Stadtbusse verkehren in größeren Städten - nach Fahrplänen in den Tourist Centres fragen.

Eisenbahn:
Die besten Verbindungen bestehen von und zu den Hauptstädten. Querverbindungen sind oft mit Umsteigen verbunden.

Taxi:
Hält man auf der Straße an, es gibt auch Taxistände oder Funktaxis. Die meisten besitzen Taxameter.

Boote:
Vor allem auf dem Shannon, Erne, Barrow oder Grand Canal in Irland kann man Kabinenboote mieten. Es ist kein Bootsführerschein nötig, meistens kann man aber einen Einführungskurs beim Vermieter bekommen.

Fahrräder:
Fahrradverleihstationen sind v.a. im Südwesten von Irland weit verbreitet.
Zusätzlich kann man bei den Reiseunternehmen Fly & Drive-Angebote (Flug + Mietauto) oder Wohnmobilurlaube buchen.


Geschäfte und Öffnungszeiten

Geschäfte:
in der Regel Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:30 oder 18:00 Uhr, samstags bis 16:00 Uhr. Öffnungszeiten sind nicht gesetzlich geregelt, daher haben große Supermärkte oft bis 21:00 Uhr geöffnet. Oft haben kleinere Tante-Emma-Läden mittwochs oder donnerstags nachmittags geschlossen.

Banken:
Montag bis Freitag meist von 10:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 15:00 Uhr; manchmal auch schon ab 9:30 Uhr oder bis 15:30 Uhr; teilweise donnerstags bis 17:00 Uhr.

Postämter:
Montag bis Samstag von 9:00 bis 18:00 Uhr.
In Gälischsprachigen Gebieten Irlands heißen die Postämter "Oifig an Phoist".

Tourist Information Centres:
Sind in kleineren Städten zum Teil nur im Sommer besetzt. Eine Liste der T.I. Centres ist bei den entsprechenden Tourist Boards zu bekommen.


Feiertage

Folgende Feiertage gelten auf den gesamten britischen Inseln: 1. Januar (Neujahr), Karfreitag, Ostermontag, Christmas Day (25. Dezember) und Boxing Day (26. Dezember).

In der Republik Irland und Nordirland ist auch der 17. März (St. Patrick's Day) ein Feiertag. Nordirland feiert außerdem den 12. Juli (Orangemen's Day). Der 1. Mai (May Day) gilt in Großbritannien und Nordirland.

Die Bank Holidays für Irland sind am 1. Montag im Juni, am 1. Montag im August und am letzten Montag im Oktober. Die Bank Holidays für Großbritannien und Nordirland fallen auf den letzten Montag im Mai und den letzten Montag im August.


Gesundheit

Krankenversicherung:
Besorgen Sie sich das Formular E 111 bei Ihrer Krankenversicherung. Es berechtigt EU-Bürger zu freier medizinischer Behandlung in Krankenhäusern und bei praktischen Ärzten. Eine zusätzliche Reisekrankenversicherung gewährleistet je nach Versicherung oft den Rücktransport ins Heimatland.
Der Qualität der medizinischen Versorgung des National Health Service (N.H.S.) ist in der Regel sehr gut - meist dauert es nur verhältnismäßig lange, bis man behandelt wird. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie einen halben Tag oder länger im Wartezimmer eines Arztes verbringen müssen.


Für alle (Not)Fälle

Diplomatische Vertretungen:
in Großbritannien:
Deutschland: Embassy of the Federal Republic of Germany, 23 Belgrave Square, London SW1 X8PZ, Tel 00 44/1 71/2 35 50 33, Fax /2 35 06 09
Österreich: Embassy of the Republic of Austria, 18 Belgrave Mews West, London SW1 X8HU, Tel 00 44/20/73 44 02 91, Fax /73 44 02 92
Schweiz: Embassy of Switzerland, Montague Place, London W1H 2BQ, Tel 00 44/20/76 16 60 00, Fax /77 24 70 01

in Irland:
Deutschland: Embassy of the Federal Republic of Germany, 31 Trimleston Avenue, Booterstown, Blackrock/Co. Dublin, Tel 00 353/1/2 69 30 11, Fax /2 69 39 46
Österreich: Embassy of the Federal Republic of Austria, 93 Ailesbury Road, Dublin 4, Tel 00 353/1/2 69 45 77, Fax /2 83 08 60
Schweiz: Embassy of Switzerland, 6 Ailesbury Road, Dublin 4, Tel 00 353/1/2 18 63 82, Fax /2 83 03 44

Notruf:
999 (kostenfreier Anruf); gilt für Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr

Pannenhilfe:
Irland: Tel. 1800/66 77 88 (Anruf gebührenfrei)
Nordirland: Tel. 08 00/66 77 88 (Anruf gebührenfrei)
Großbritannien: 08 00/88 77 66


Sport und Unterhaltung

Angeln:
Die fischreichen Flüsse, Seen und Küstengewässer von Wales und Irland, in denen hauptsächlich Lachs und Forelle gefischt werden, reizen jeden passionierten Angler. Doch auch Seefischangeln (z.B. Haifisch in Cornwall) ist möglich. Informationen über Lizenzen bekommt man über die Tourist Boards.

Reiten:
Nahezu überall auf dem Land gibt es Ställe, die Reitkurse, Pony-Trekking oder sogar Polo-Kurse anbieten. In Großbritannien werden Pferdeaktivitäten vor allem im Dartmoor, Exmoor, New Forest und in vielen Gebieten von Wales angeboten. Irlands Pferdehochburgen befinden sich in Connemara, Dingle, Sligo oder Killarney. In Irland sind auch die von Pferden gezogenen Zigeunerwagen bei Touristen sehr beliebt.

Wandern und Bergsteigen:
Wanderkarten gibt es generell nur wenig (nach Ordnance Survey-Karten suchen). In Irland versperren außerdem oft in weiten Gebieten des Landes Hecken und Steinwälle den ungehinderten Zugang. Allerdings gibt es auch einige angelegte Küstenwanderwege (z.B. entlang der Küste in Pembrokeshire, Wales) oder Nationalparks, in denen man herrlich wandern kann.

Golf:
Golf ist ein beliebter Freizeitsport auf den Inseln. Es gibt fast überall gut angelegte Golfplätze, auf denen man zu erschwinglichen Preisen eine Runde spielen kann. Anmeldungen oder Mitgliedschaften sind außerdem meist nicht erforderlich und Ausrüstungen können günstig gemietet werden.

Baden:
An den Küsten von Irland und Wales und im Süden Englands finden sich viele schöne Sandstrände. Die Wassertemperaturen sind mit denen an Nord- und Ostsee vergleichbar.

Theater und Konzerte:
Außer den klassischen Veranstaltungen in den größeren Städten gibt es in den Sommermonaten viele kulturelle Veranstaltungen: Sommertheater, Freiluft-Konzerte oder Sänger- und Musikantenfeste (z.B. "All Ireland Fleadh" oder "Royal National Eisteddfod").

Märkte:
Ein Erlebnis sind die regelmäßig stattfindenden "Sunday markets". Hier bekommt man fast alles, vom Second-Hand-Buch bis hin zum Angelhaken. Auch "car boot sales" (Flohmärkte) sind wahre Fundgruben für Sammler. Auf dem Land finden regelmäßig Viehmärkte statt.

Mittelalterliche Bankette und Historienspiele:
In Bunratty Castle, Knappogue Castle, Dunguaire Castle oder Killarney Manor in Irland und in Ruthin Castle in Nordwales finden mittelalterliche Bankette statt. Llanfaiach Fawr in Wales daneben bietet auch Krimiabende.

Great Little Trains:
Die Schmalspurbahnen der Schiefer- und Kohlebergwerke von Wales (hauptsächlich im Norden) sind in der Zwischenzeit beliebte Touristenattraktionen geworden. Weitere Nostalgiebahnen gibt es auch in Irland.

Sport:
Zu den irischen Nationalsportarten gehören Hurling und Gaelic Football. Ein Besuch bei einem Turnier ist äußerst interessant. Aus den Tälern der Rhonddas stammt Quoit, eine Art Boule, das mit einem Eisenring gespielt wird. Cricket-Turniere, dessen Regeln für einen Laien fast undurchschaubar sind, finden überall auf den Inseln statt.

Veranstaltungen:
Die folgenden Veranstaltungen sind nur einige ausgewählte Beispiele. Nähere Informationen und Veranstaltungskalender bekommen Sie bei den jeweiligen Fremdenverkehrszentralen.
Irland: St. Patrick's Week (März; irischer Nationalheiliger), Dublin Horse Show (August; Dublin), Puck Fair (August; Killorglin), Rose of Tralee International Festival (September; Tralee)
Wales: St. David's Day (1. März; walisischer Nationalheiliger), Royal National Eisteddfod (Juli/August; an wechselnen Orten), Glyndwr's Day (16. September; Krönung von Owain Glyndwr zum Prince of Wales)
England: Sunrise Ceremony (21. Juni; Stonehenge), Guy Fawkes Day (5. November)


Souvenirs

Irland: Aran-Pullover und -Strickwaren, St. Brigid's Crosses, Silberschmuck (irische Ornamente), Tweed aus Donegal, Waterford Cristal, Wolle, Keramik, Porzellan, Räucherlachs, Whiskey
Wales: Liebeslöffel (love spoons) aus Holz, Töpferartikel, Wollartikel, Strickwaren, Silberschmuck, walisischer Whisky, Caerphilly Cheese, Laver Bread
England: Cheddar Cheese, Wollartikel, Strickwaren, Wedgewood Porzellan, Töpferartikel, Schmuck aus Sterling Silber


Reisezeit/Klimatabelle

London

Jan

Feb

März

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Sonnenstunden pro Tag

2

2

4

6

7

7

7

6

5

3

2

1

Tagestemperatur

6

7

10

13

17

20

22

21

19

14

10

7

Nachttemperatur

2

2

3

5

8

11

13

13

11

8

5

3

Regentage pro Monat

11

9

8

8

8

8

9

9

9

8

10

9

Beste Reisezeit für die britische Insel: April bis September


Dublin

Jan

Feb

März

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Sonnenstunden pro Tag

2

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6

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7

6

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4

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Tagestemperatur

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18

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19

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Nachttemperatur

2

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9

11

10

9

6

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Regentage pro Monat

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11

11

11

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13

12

12

12

13

Beste Reisezeit für Irland: März bis Juni


Weitere Informationen finden Sie im Reisemagazin oder der Link-Liste
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