Umgebung von Bangkok - Die "Stadt der Engel"

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Umgebung von Bangkok: Wer genug vom Lärm und Schmutz hat, erfährt auf Ausflügen in die Umgebung viel Erstaunliches über die jahrhundertealte Geschichte des Landes. Ayutthaya, die ehemalige Hauptstadt strahlt in ihren Ruinen eine majestätische Würde aus und der Glanz vergangener Zeiten ist überall zu spüren. Nakhon Pathom ist die Keimzelle des Buddhismus in Thailand. Und auch der River Khwae und seine berühmte Brücke stecken voller geschichtsträchtiger Ereignisse.




Damnoen Saduak

Ein unvergessliches Erlebnis ist ein Ausflug zu den „Schwimmenden Märkten" von Damnoen Saduak. Bei Tagesanbruch kommen die Bäuerinnen mit ihren typischen Strohhüten in kleinen Booten an der Kreuzung vieler kleiner Khlongs zusammen, wo sie ihre Waren bis etwa 10 Uhr anbieten. Auf den beiden Brücken, die sich über den Hauptkhlong von Thom Khem spannen, kann man das bunte und gemächliche Treiben gut beobachten. Man bekommt hier fast alles: Orchideen und Blumen, alle Arten von Obst und Gemüse, klebrige Süßigkeiten, Strohhüte, Haushaltswaren oder Körbe. Auf einigen Booten sind Garküchen eingerichtet, die hungrige Käufer aber auch Verkäufer mit Essen versorgen. Sobald die Waren im Boot verkauft sind, geht es heim, um die Arbeit auf den Feldern zu erledigen.
Lage: ca. 100 km südwestlich von Bangkok, Provinz Ratchaburi; man bucht den Schwimmenden Markt am besten von Bangkok aus im Rahmen eines Ausflugsprogramms

Nakhon Pathom

Der Chedi (Turm) des Phra Pathom in Nakon Pathom, eines der ältesten Zentren des Buddhismus in Südostasien, ist mit 127 Metern die höchste Pagode der Welt. König Mongkut (Rama IV.) ließ diesen Chedi über einem alten, verfallenen Chedi erbauen und über und über mit goldfarbenen Kacheln aus China schmücken. In den vier Gebetstempeln des Chedi stehen Buddhafiguren in verschiedenen Haltungen, im Sockel des stehenden Buddhas in der Nordnische ist die Asche von König Rama IV. beigesetzt. Eine Reliquie mit der Asche Buddhas soll unter dem Chedi ruhen.
Lage: ca. 55 km westlich von Bangkok; im Rahmen eines Ausflugsprogramms oder auch mit Bus oder Bahn zu erreichen

River Khwae

Die Brücke am Khwae: Eine der wichtigsten Brücken der „Todeseisenbahn" war die Brücke über den Fluss Khwae Noi. Die Stahlkonstruktion spannt sich auf mächtigen Betonpfeilern ruhend über den Fluss. Die Brücke wurde auf der ganzen Welt bekannt durch den Roman und den Film „Die Brücke am Kwai", die 1952 bzw. 1956 über den unmenschlichen Bau und die dramatischen Kriegsereignisse rund um die Brücke erzählten. 1945 wurde die Brücke von den Alliierten teilweise zerstört, ist heute aber wieder sowohl für die Bahn als auch für Fußgänger passierbar.
Lage: Etwa 4 km nordwestlich von Kanchanaburi

Flussfahrt auf dem Khwae: Man muss mit dem Boot schon früh aufbrechen, wenn man die einzigartige Stimmung des Dschungels, des sich entlang des Flusses entlang zieht, erleben will. Ganz in der Frühe liegt noch der Morgendunst über dem Urwald und die Morgensonne zaubert eine märchenhafte Stimmung. Der Fahrtwind macht die schwüle Hitze erträglich, man kommt an Wasserfällen, Dörfern und Pfahlbauten vorbei und kann am Fluss in Resorts übernachten, die direkt auf dem Fluss vertäut sind und weder Elektrizität noch fließendes Wasser besitzen.

JEATH-Museum: Die Buchstaben JEATH stehen für die vielen Opfer, die als Kriegsgefangene der Japaner durch den Bau der „Todeseisenbahn" starben (J=Japan, E=England, A=Australien, T=Thailand, H=Holland). Das Jeath-Museum zeigt im rekonstruierten Kriegsgefangenenlager Dokumente und Zeugnisse über die damaligen Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Zwangsarbeiter. Über 69 000 Kriegsgefangene kamen zwischen Mitte 1942 und Ende 1943 an der 471 km langen Strecke nach Burma ums Leben. Viele starben an Malaria, Unterernährung oder Erschöpfung.
Lage: in Kanchanaburi

Ayutthaya

Ayutthaya wurde um Jahre 1350 am Maenam Chao Phraya gegründet und war 350 Jahre lang der glanzvolle Mittelpunkt der Thailands, bis die Burmesen 1767 Thailand eroberten und die meisten Tempel plünderten, die goldenen Buddha-Statuen einschmolzen und alles in Brand setzten. Obwohl Ayutthaya heute eine monumentale Geisterstadt ist, kann man dennoch von der einstigen Pracht und Fülle noch vieles erahnen
Lage: etwa 80 km nördlich von Bangkok

Wat Phra Si Sanphet: Der Königswat Phra Si Sanphet war der wichtigste Tempel des Palastbezirks. Er besitzt drei große und viele kleinere glockenförmige Türme, die heute in einem guten restaurierten Zustand sind. In der Hauptkapelle stand einst ein 16 Meter hoher stehenden Buddha aus Bronze, der mit 170 Kilo Gold überzogen war. Nach der Plünderung Ayutthayas durch die Burmesen blieben davon nur Trümmerstücke übrig.

Wat Phra Mongkol Bophit: Der Tempel dieses Wat wurde durch die Burmesen im Jahr 1767 mit zerstört, wurde aber 1956 im Original wieder aufgebaut. Er besitzt eine der größten sitzenden Bronzestatuen Thailands, die 1603 in diesen Tempel kam, vermutlich aber schon etwa 150 Jahre älter ist.

Wat Yai Chai Mongkol: Der Wat Yai Chai Mongkol liegt etwa außerhalb der alten Stadt und gehört zu den ältesten und wichtigsten Tempelanlagen des Ayutthaya-Reiches. Er beeindruckt durch seine beiden monumentalen Chedis. Dutzende von Buddhafiguren sind über das Gelände verteilt und vor der Versammlungshalle steht ein Trommelturm, von dem aus die Mönche, die auch heute noch im Tempelgelände wohnen, zum Gebet gerufen werden.

Wat Ratchaburana: Der Rundturm des Wat Ratchaburana erinnert durch die markante Form seines Turmes an den des Wat Arun in Bangkok. Er ist in einer architektonisch ungewöhnlichen Form des Khmer-Stils erbaut und gehört zu den bedeutendsten Gebäuden in Ayutthaya. Bei Restaurierungsarbeiten fand man in einer Krypta unter dem Turm einen kostbaren Schatz aus Votivtafeln, Schmuck und Arbeiten aus Gold und Silber, der offenbar vor den Plünderungen der Burmesen erfolgreich versteckt wurde.

Bang Pa-In

Bereits im 17. Jhdt. – zur Zeit des Ayutthaya-Reiches – gab es auf der Insel Bang Pa-In im Meanam Chao Phraya einen Palast. Nach dem Fall Ayutthayas geriet dieser in Vergessenheit, bis König Mongkut (Rama IV.) hier seine Sommerresidenz errichtete, die von seinem Sohn, König Chulalongkorn (Rama V.) später erweitert wurde. In einem weitläufigen Garten mit Teichanlagen, Springbrunnen, Seerosenteichen und einer Elefantenherde, die aus Sträuchern geschnitten wurde, liegen die Gebäude in einem inneren und einem äußeren Palastteil. Außen sind die öffentlich zugänglichen Gebäude untergebracht, der Königliche Palast liegt auf einer Insel in der Mitte der Anlage. Lage : ca. 60 km nördlich von Bangkok

Aisawan Thi Phraya-At-Pavillon: Der mitten auf einem Teich gebaute „Göttliche Sitz der Persönlichen Freiheit" scheint förmlich zu schweben. Der Holzbau mit seinen ineinander verschachtelten Dächern birgt in seinem Zentrum eine lebensgroße Statue von König Chulalongkorn (Rama V.).

Varophat Phiman-Halle: Dieses Gebäude könnte man übersetzen mit „Herausragende und Strahlende Himmlische Wohnung". Sie passt stilmäßig so rein gar nicht hierher, man würde ein solches Gebäude eher in Italien vermuten. Der Königsthron von König Chulalongkorn (Rama V.) ist im Inneren zu besichtigen.

Vihat Chamrun-Palast: Dieser ungewöhnlich schöne Palast (übersetzt „Himmlisches Licht") im chinesischen Stil wurde König Chulalongkorn (Rama V.) 1889 von der chinesischen Kaufmannsgilde geschenkt. Im Erdgeschoss befinden sich ein chinesischer Thronsaal, der mit ornamentalen Bodenfliesen, Gold, Silber, chinesischem Porzellan und Ebenholzmöbeln geschmückt ist, und ebenso reich ausgestattete Wohnräume im chinesischen Stil. Diese Residenz war der bevorzugte Aufenthaltsort von König Vajiravudh (Rama VI.) während seiner Sommeraufenthalte in Bang Pa-In.

Vitura Thasana-Turm: Dieser Turm, der eher an einen Leuchtturm erinnert, diente als Observatorium. Über eine kleine Wendeltreppe kann man zu einer Plattform gelangen, von der aus man den gesamten Palastbezirk überblicken kann.

Wat Nivet Dharmaprawat: Eine weitere Kuriosität befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses. Der stark europäisch aussehende Turm im neugotischen Stil gehört zu einen buddhistischen Kloster.


Übersicht Routen

Routenvorschläge Umgebung von Bangkok

4 Tages- bzw. 2-Tagesausflüge

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Ausflug 1: Die Schwimmenden Märkte (Tagesausflug)
Damnoen Saduak (z.B. im Rahmen eines Ausflugsprogramms)

Ausflug 2: Zum Zentrum des Buddhismus (Tagesausflug)
Nakhom Pathom - Chedi des Phra Pathom

Ausflug 3: Ayutthaya und Bang Pa-In (2-Tagesausflug)
Übernachtung z.B. in Ayutthaya
Ayutthaya: Wat Ratchaburana - Wat Phra Si Sanphet - Wat Phra Mongkol Bophit - Wat Yai Chai Mongkol
Bang Pa-In: Aisawan Thi Phraya-At-Pavillon - Varophat Phiman-Halle - Vihat Chamrun-Palast - Vitura Thasana-Turm - Wat Nivet Dharmaprawat

Ausflug 4: River Khwae (2-Tagesausflug)
Übernachtung z.B. in Kanchanaburi
Brücke am Khwae - Flussfahrt auf dem Khwae - JEATH-Museum


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