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Limenaria

Limenaria entstand Ende des 19. Jh., davor gab es hier nur ein paar Fischerhütten des alten Bergdorfes Kastro. Doch als 1903 die deutsche Minengesellschaft Speidel von der türkischen Verwaltung die Erlaubnis erhielt, Eisen-, Zink- und Kupfererz zu schürfen, zogen immer mehr Bewohner herunter an die Küste und so wurde Limenaria nach und nach zum zweitgrößten Ort der Insel. Das „Palataki“ genannte Verwaltungsgebäude auf dem Hügel östlich der Stadt und viele schöne Patrizierhäuser, die auch heute noch den Charakter von Limenaria ausmachen, entstanden in dieser Zeit.

Zwischen den 1. und 2. Weltkrieg ruhte der Bergbau, doch um 1950 übernahm die Firma Krupp die Industrieanlagen und  baute noch bis Mitte der 1960er Jahre hier Erz ab, bis die schlechte Transportsituation jedoch dem Abbau ein Ende setzte. Seitdem verfallen die östlich des Palataki liegenden Erzsortieranlagen und ein morbider Charme macht sich breit.

Zwischenzeitlich hat der Tourismus den netten kleinen Ort entdeckt, und viele Hotels, Geschäfte und öffentliche Gebäude entstanden in den letzten Jahren. An der langen Uferpromenade gibt es eine ganze Reihe von Restaurants, Tavernen und Bars und der lange Sandstrand lädt zum Baden ein.

Auch die Strände in der Umgebung, wie z.B. Metallia im Osten und Tripiti im Westen, machen Limenaria zu einem beliebten Ferienort. Ein kleines Museum illustriert die Geschichte des Ortes, vor allem des Erzabbaus.

Lage: Limenaria, Thassos 640 02 (etwa 4 km nordwestlich von Potos an der Inselringstraße)