Dolaucothi Gold Mines

Pumsaint, Llanwrda, Carmarthenshire SA19 8US

Das muss man gesehen haben!

Walisisches Gold ist selten, da seine Gewinnung keine oder nur geringe wirtschaftlichen Erfolge bringt und in Wales auch nur insgesamt 3 Goldminen existieren. Der Tradition zufolge werden seit 1923 die Trauringe der britischen Königsfamilie aus walisischen Gold gefertigt.

Der Goldabbau in der Mine von Dolaucothi, die auch Ogofau-Mine genannt wurde, begann bereits in der Bronzezeit, allerdings nur in geringem Umfang und mit einfachsten Werkzeugen.

Erst mit den Römern, ab ca. 70 n. Chr., wurden die Goldadern der Mine in größerem Maße im oberflächennahen Tagebau ausgebeutet und bis etwa 125 n. Chr. betrieben.

Man grub hierzu mehrere Stollen, die den Goldadern bis in eine Tiere von ca. 30 Metern ins Berginnere folgten und in denen das erzhaltige Gestein gebrochen wurde. Wasserleitungen wurden gebaut, die das Wasser zum Zerkleinern des Erzes und zum Auswaschen der Goldpartikel aus dem gebrochenen Gestein heranführten.

Dennoch war die Arbeit mühsam, denn die Erzbrocken wurden ausschließlich mit Hämmern, Pickeln und der Sprengkraft von Wasser aus den Felsen gewonnen. Die Spuren der Werkzeuge aus vorindustrieller Zeit sind auch heute noch gut zu erkennen. Die Topographie der umgebenden Landschaft ist keinesfalls „natürlich“, sondern wurde durch den entstandenen Abraum geformt.

Nach den Römern wurde die Mine nicht mehr systematisch ausgebeutet, erst in viktorianischer Zeit um 1900 betrieb die Victorian South Wales Company hier nach mehreren erfolglosen Versuchen erneut Bergbau. Doch erst in den 1930er Jahren konnte die Mine nennenswerte Goldmengen gewinnen. Da jedoch die Kosten die Erlöse bei weitem überstiegen, wurde der Betrieb 1938 endgültig eingestellt.

Heute kann man – ausgerüstet mit Helm und Grubenlampe – auf einer geführten Tour in die Stollen hinabsteigen. Es gibt neben einer „Victorian Tour“ auch eine „Roman Tour“, die sich mit den Spuren befasst, die die Römer hinterlassen haben. Und wer mag, kann sich nach der Tour beim Goldwaschen versuchen und mit etwas Glück mithilfe eines Goldwaschsiebs in einem Goldwaschtrog kleine Goldnuggets (oder vermutlich eher Glimmerschieferpartikel) heraussieben.

Vom National Trust verwaltet, daher relativ hohe Eintrittsgebühr, die sich aber lohnt! Die Gruppengröße ist begrenzt, d.h. man muss eventuell warten, bis man sich an der Kasse auf die nächstmögliche Führung einbuchen kann. Da es in den Stollen nass und rutschig sein kann, sind festes Schuhwerk und angemessene Kleidung empfehlenswert.

Lage: Pumsaint, Llanwrda, Carmarthenshire SA19 8US

Link: www.nationaltrust.org.uk/dolaucothi-gold-mines